9 Lösungsstrategien, wenn zu viele Gedanken zur Last werden

Ich habe mir gerade das zweite Bier bestellt.

Nach langer Zeit bin ich wieder mit guten Freunden zusammen. Am Tisch wird über alte Zeiten gesprochen und viel gelacht.

Alles ist perfekt. Ein Abend, wie ich ihn liebe.

Trotzdem kann ich das Treffen nicht genießen. Ich spüre wie ich unruhig meine Füße bewege und zu viele Gedanken in meinem Kopf kreisen.

Ich bin nicht bei der Sache!

Während um mich tolle Gespräche stattfinden, denke ich darüber nach, wie ich meine Projekte voranbringen kann. Meine Gedanken kreisen um neue Strategien, unerledigte Aufgaben und gefühlten anderen 1000 Dingen.

Kann vorkommen, denkst du dir jetzt vielleicht.

Ja, doch was ist, wenn ständig zu viele Gedanken im Kopf herumschwirren?

Es führt zu Stress mit allen Auswirkungen die dazugehören.

Zu viele Gedanken – ein Leiden von Visionären?

Immer wieder darf ich mit inspirierenden Menschen sprechen, die tolle Ideen, Visionen und Konzepte haben. Es sind Menschen die über den Tellerrand blicken und das Verlangen haben, bedeutende Veränderungen zu bewirken.

Viele von ihnen gehen einen Schritt weiter und setzen ihre Pläne um!

Es sind Menschen mit eigenen Projekten, Unternehmen und verrückten Vorhaben die die Welt verändern.

Alle haben sie eines gemeinsam: Viele Gedanken die ständig nach neuen und noch besseren Konzepten suchen.

Die Last von zu vielen Gedanken

Kennst du das Gefühl, dass dein Kopf jeden Moment explodiert? Gleich wie ein Motor der ständig auf Hochtouren betrieben wird, scheint er gleich heißzulaufen.

Ich kenne dieses Gefühl aus Zeiten der großen Begeisterung, in denen ich viele Ideen umsetze und das Beste herausholen möchte.

In diesen Phasen gibt es keine Pause.

Gedanken, Gedanken, Gedanken…. Während dem Essen, in der Freizeit, beim Einschlafen…

Im Alltag treten dadurch vor allem 2 Herausforderungen auf:

1. Es sind zu viele Gedanken die nicht auf einmal umgesetzt werden können. Du fühlst dich gelähmt und kannst dein Potenzial nicht auf die Straße bringen.

2. Auf dieser Basis entsteht enormer Stress, weil du ununterbrochen im Denken, Tun und Umsetzen bist, aber keine Fortschritte erzielst. Du arbeitest, arbeitest, arbeitest und glaubst, noch mehr Ideen umsetzen zu müssen, bis du irgendwann nicht mehr kannst und feststellst, dass du trotz der Mühen keinen bedeutenden Fortschritt erzielt hast.

Was übrig bleibt ist das Gefühl ständig getrieben zu sein und keine Zeit zu haben.

Du bist hier, obwohl du schon dort sein möchtest!

Du brauchst ein System!

Zu viele Gedanken die unkontrolliert und ständig in deinem Kopf herumschwirren, bremsen dich.

Wir Visionäre, Querdenker und Weltveränderer müssen ein System integrieren, mit dem wir unsere vielen Gedanken verwalten und einen kühlen Kopf bewahren können.

Das betrifft Systeme die deine Arbeit betreffen, aber auch Methoden, mit denen du zur Ruhe kommen kannst.

Nur so können wir effizient arbeiten, unser Potenzial auf die Straße bringen und unsere Gabe der visionären Gedanken nutzen.

Ich vertrete die Meinung, dass klassische Selbstmanagement-Methoden für Visionäre, die 1000 Projekte verfolgen, ständig neue Ideen kreieren und impulsiv arbeiten, nicht funktionieren. (Meine Gedanken dazu findest du im Artikel „Warum klassisches Zeitmanagement für Visionäre nicht funktioniert“.)

Lösungsstrategien für einen kühlen Kopf

Kennst du diese Herausforderungen aus deinem Leben, lohnt es sich, diese zu meistern.

+ Du kannst zur Ruhe kommen und den Moment genießen.

+ Du kannst deine Gedanken bzw. Ideen aufnehmen, strukturieren und gezielt umsetzen.

+ Du bringst dein Potenzial endlich auf die Straße.

Die folgenden Strategien sind einfache Tricks für deinen Alltag. Im ersten Moment erscheinen sie vielleicht lächerlich, doch genau das ist die Absicht!

Bei zu vielen Gedanken die zur Last werden, ist es sinnvoll, vor allem auf Ruhe zu achten und Druck abzubauen. Das ist zielführender, als das Problem mit weiteren komplexen Systemen zu verkomplizieren.

1. Dein Status-quo

Stell dir bewusst die Frage, was dich unnötig stresst. Sei ehrlich zu dir selbst!

Stelle dir diese Frage regelmäßig.

Bei mir sind es zur Zeit die folgenden Faktoren, die mich stressen:

– unnötige Besprechungen, Termine usw. die nicht zielführend sind

– Facebook

– E-Mails

Das Bewusstsein über den Status-quo ist die Basis für jede Veränderung. Du kannst nur etwas ändern, wenn du weißt, wo du gegenwärtig stehst!

2. Schränke deine Erreichbarkeit ein

Alleine durch unser Smartphone sind wir über viele verschiedene Wege erreichbar (Telefonat, SMS, WhatsApp, Facebook-Messanger, E-Mails usw.).

Diese vielen Kommunikationskanäle verursachen puren Stress. Wir glauben ständig erreichbar sein zu müssen und verspüren das Bedürfnis, schnellstmöglich auf alle Nachrichten zu antworten.

Wir unterscheiden nicht zwischen wichtig und unwichtig, kommunizieren ineffizient und verursachen 1000 sinnlose Nachrichten.

Tipps:

+ Lösche Facebook, Facebook-Messanger, E-Mail-Accounts und alle unnötigen Ablenkungen von deinem Smartphone.

+ Lies und beantworte deine E-Mails maximal 2mal täglich. Schließe dein Mail-Programm in der Zwischenzeit.

3. Schreibe Gedanken, Ideen und Visionen auf

Albert Einstein, einer der größten Visionäre der Geschichte, hatte stets ein Notizbuch bei sich, um wichtige Gedanken zu notieren.

Schreibe deine Ideen, Gedanken und Visionen auf!

Und zwar mit dem Bewusstsein, dass du diese nicht sofort umsetzen musst. Das Aufschreiben von Gedanken senkt den Druck und löst den Zwang, den Gedanken sofort zu vertiefen.

Wenn du das nächste Mal zu viele Gedanken im Kopf hast, schnapp dir ein Blatt Papier und schreibe deine Gedanken nieder. Egal wie verrückt diese erscheinen.

Deine Notizen kannst du regelmäßig hervorholen und entscheiden, welche Gedanken du vertiefen möchtest. Du wirst feststellen, dass viele deiner Gedanken an Wichtigkeit und Relevanz verlieren, wenn du diese einige Tage später noch einmal ins Gedächtnis holst.

Heutzutage kannst du optimal dein Smartphone nutzen, um Gedanken, Ideen und Visionen zu notieren. Ich empfehle dir dazu das kostenlose App „Evernote“.

4. Arbeite mit einer Tages-To-do-Liste

Zu viele Gedanken können auf Grund von fehlender Struktur entstehen.

Wenn du planlos in deinen Tag startest und erst überlegen musst, welche Aufgaben du zu erledigen hast, verlierst du dich im Gedanken-Meer. Die Gefahr besteht, dass du von Aufgabe zu Aufgabe springst, dich leicht ablenken lässt und sinnlosen Tätigkeiten Aufmerksamkeit schenkst.

Du reagierst impulsiv auf deine Gedanken ohne dir die Relevanz oder Effizienz deiner Handlungen bewusst zu machen.

Abhilfe verschafft eine Tages-To-do-Liste die du am Abend, für deinen nächsten (Arbeits-)Tag, planst.

Diese To-do-Liste gibt dir einen roten Faden vor, bei dem du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst und dich nicht im Gedanken-Meer verlierst.

5. Weniger Termine

Es herrscht in unserer Gesellschaft die seltsame Annahme, dass ein voller Terminkalender als erstrebenswert gilt. Wer den ganzen Tag in Besprechungen sitzt, wird als wichtig und erfolgreich eingestuft!

Totaler Schwachsinn!

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Konzentriere dich auf das Wesentlichste und setze Prioritäten. Wichtig ist, was du am Ende des Tages erreicht hast, ob du auf dich geachtet hast und ob du dich gut fühlst!

Mein ultimativer Tipp, um Termine zu minimieren:

+ Lerne effizient und zielführend zu kommunizieren!

(Die Wichtigkeit von zielführender Kommunikation zu verdeutlichen, würde den Rahmen dieses Artikel sprengen!)

6. Halte regelmäßig einen Mittagsschlaf

Ja, du hörst richtig! Halte regelmäßig einen Mittagsschlaf.

Und so kommen wir schon zu den Lösungen, bei denen es um das Wichtigste geht:

Um dich!

Achte darauf, immer wieder zur Ruhe zu finden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass ein Mittagsschlaf von 20-30 Minuten wohltuend ist.

Außerdem macht dich ein Mittagsschlaf produktiver!

In Japan ist es beispielsweise üblich, dass große Unternehmen Schlafmöglichkeiten für die Mittagsschläfchen ihrer Angestellten bieten.

Wenn wieder zu viele Gedanken in deinem Kopf kreisen, kann ein Mittagsschlaf Wunder wirken.

7. Malen

Wenn der Stress zu stark wird und mich 1000 Gedanken lähmen, greife ich zu meinem Malbuch. Wie ein kleines Kind male ich kleine Kästchen aus.

Das Malen entschleunigt und macht den Kopf frei. Ich habe mir ein cooles Malbuch gekauft, dass genau für diesen Zweck veröffentlicht wurde. (Das Achtsamkeits-Malbuch: Ein Anti-Stress-Vergnügen)

8. geführte Meditationen

Sehr oft wird von den positiven Wirkungen durch Meditationen gesprochen. Für uns Visionäre kann eine Meditation eine große Herausforderung sein.

Die meisten von uns fühlen sich, als wären sie in ein Wespennest gestolpert, wenn sie ein paar Minuten ruhig sitzen sollen.

In solchen Fällen empfehle ich geführte Meditationen. Diese Wirken dieser Unruhe entgegen und unterstützen dabei, zur Ruhe zu kommen.

Geführte Meditationen findest du im Internet zur Genüge.

9. Fernsehen

Ein etwas untypischer Tipp, wenn es darum geht, zur Ruhe zu kommen. Doch manchmal tut es einfach gut, am Abend in die Couch zu sinken, den Fernseher einzuschalten und sich berieseln zu lassen.

Das sind meine persönlichen Strategien, um zur Ruhe zu kommen und mit zu vielen Gedanken umzugehen.

Welche Strategien nutzt du, wenn wieder zu viele Gedanken in deinem Kopf schwirren?

Vergiss nicht zu handeln

Überlege dir, was dich stresst und welche Strategien du umsetzen möchtest, wenn zu viele Gedanken zur Last werden. Das beste Wissen nützt nichts, wenn du es nicht anwendest.

Welche Strategie möchtest du umsetzen?

Ich glaube an dich.
uk
P.S. Wenn du den Artikel als hilfreich empfindest, teile ihn mit deinen Freunden. 🙂 Danke.
Beitragsbild: splitshire.com

8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Jetzt habe ich gerade herzhaft gelacht. Warum? Weil ich mir gerade gestern gedacht hatte, dass ich es endlich schaffe, mich nicht von meinem Wollen, Sollen und meinen Plänen überrollen zu lassen.

    Was ist plötzlich anders? Nun, ich plane konsequent jeden Tag Zeit für mich ein. Regelmäßig! Und diese Zeit darf genutzt werden für Sport, Mittagsschlaf, Kreativität, …

    Gerade heute habe ich meine Kreativität super mit meiner Arbeit verknüpft. Ich habe einen Punkt für ein Webinar als Mind-Map ausgearbeitet. Richtig lustvoll, am Boden in Flipchartgröße. Ja, und dann hab ich festgestellt, dass dieser Teilbereich genug Stoff für ein eigenes Webinar hergibt 🙂

    Alles Liebe
    ILse

  2. Hallo Robert,

    Punkt 3 ist für mich persönlich sehr wichtig, weil mir gerade Abends wenn ich nichts mache auf einmal Ideen kommen, die mich beschäftigen. Wenn ich die nicht sofort aufschreibe beschäftige ich mich die ganze Zeit damit und am nächsten Tag hätte ich alles wieder vergessen. Verschwendete Zeit sozusagen.
    Eine Technik die mir im Studium hilft, wenn ich viele Prüfungen habe, ist eine Art Meditation. Dafür stellt man sich vor wie schwer die Aufgaben die man hat auf den eigenen Schultern lasten. Dann atmet man tief ein und stellt sich vor, wie eine unsichtbare Hand den Druck hoch nimmt und neben einem abstellt. Mir hilft das immer um zur Ruhe zu kommen 😉

    Grüße
    Dario

  3. Hallo Robert,

    tolle Auflistung von Möglichkeiten, um zur Ruhe zu finden. Einige davon beherzige ich täglich, bei anderen muss ich noch etwas üben.

    Im Übrigen habe ich ebenfalls einen Artikel zu „innere Ruhe finden“ geschrieben und rate darin, einfach das Lama-Prinzip anzuwenden. 😉

    Daher finde ich es toll, wie viele verschiedene Tipps es gibt, Ruhe zu finden.

    Mach weiter so.

    Herzliche Grüße
    Sabine

  4. Hallo Robert,

    danke für die wertvollen Tipps. Ich kenne das nur zu gut, dass ich mir immer über alles und jeden Gedanken mache und oft mir schwer tue, den Kopf mal frei zu bekommen.
    Den ein oder anderen Tipp befolge ich natürlich auch schon, aber Meditation zum Beispiel habe ich immer gedacht, das wäre nichts für mich. Vielleicht sollte ich es mal ausprobieren.

    Liebe Grüße,
    Lena

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