Die Basis für zielführendes Selbst- und Zeitmanagement

Effizientes Selbst- und Zeitmanagement gehört zu den wichtigsten Themen unserer Zeit.

Wir stehen unter enormen Leistungsdruck.

Mein Blogger-Kollege Pascal Keller (pascalkeller.com) hat es treffend formuliert:

An uns werden hohe Erwartungen gestellt und wir legen die Latte meist noch einen Tick höher.

Das Ergebnis sind zu viele Verpflichtungen und volle Terminkalender.

Vorige Woche stellte ich überrascht fest, dass ich im nächsten Monat nur 3 freie Tage ohne Termine habe. Heute weiß ich, dass ich mit meinen Vorhaben für das neue Monat über das Ziel hinausgeschossen bin.

Die Frage die ich mir darauf gestellt habe:

Wieso bin ich von meinen Terminen so getrieben, obwohl ich ein (nach meiner Auffassung) gutes Selbst- und Zeitmanagement betreibe?

Meine Erkenntnis:

Bevor Techniken aus dem Selbst- und Zeitmanagement angewendet werden, lohnt es sich, folgende 2 Punkte näher zu betrachten:

+ Wieso betreibe ich Selbst- und Zeitmanagement?

+ IST-Analyse: Welche Verpflichtungen habe ich? Welche können eliminiert werden?

1. Wieso betreibst du Selbst- und Zeitmanagement?

Wir betreiben Selbst- und Zeitmanagement um effizienter zu sein und in weniger Zeit, mehr zu erreichen!

Klar!

Die entscheidende Frage ist jedoch:

+ Was möchtest du mit der frei gewordenen Zeit machen?

In Bezug auf deine Lebensqualität, deinen Erfolg und Lebensumstände eine bedeutende Frage!

+ Möchtest du mehr lernen?
+ Möchtest du mehr Zeit mit deinem Partner / deiner Partnerin verbringen?
+ Möchtest du mehr arbeiten?
+ Möchtest du mehr Zeit für dich haben?
+ Möchtest du endlich wieder deinem Hobby nachgehen?
+ Möchtest du mehr Zeit mit Freunden, Familie oder Kollegen verbringen?

Fehlt dir diese Klarheit, wird das beste Selbst- und Zeitmanagement sinnlos! Mach dir bewusst, was du mit der frei gewordenen Zeit machen möchtest!

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Was ist dir wirklich wichtig?

Unser Leben unterteilt sich in verschiedene Phasen. In manchen sind uns Freunde wichtig und in anderen hat unsere Arbeit, Studium usw. höchste Priorität.

Demnach kann auch die Absicht deines Selbst- und Zeitmanagement variieren.

Wichtig ist, dass du die Prioritäten deiner Lebensphase bewusst wahrnimmst und entsprechend handelst:

+ Was ist dir im Moment wirklich wichtig?
+ Was kommt im Moment zu kurz?
+ Wofür möchtest du mehr Zeit haben?

Die große Kunst besteht darin, die eigene Zeit, entsprechend deiner Lebensphasen und Wünsche zu verbringen.

Definiere ein Ziel, welches du durch dein Selbst- und Zeitmanagement fördern möchtest:

+ Was soll sich in deinem Leben durch optimiertes Zeit- und Selbstmanagement ergeben?

(Anmerkung: Dein Ziel soll für dich passend sein und nicht so gewählt werden, dass es von deinen Mitmenschen als lobenswert bewertet wird. Unbewusst neigen wir Menschen dazu, die Frage nach dem „wirklich Wichtigen“ in unserem Leben, mit „Zeit mit unseren Liebsten“ in Verbindung zu bringen.

Wenn es dein gegenwärtiges Ziel ist, eines deiner Projekte erfolgreich zu machen und möglichst viel Zeit in dieses zu investieren, ist das völlig in Ordnung!)

2. IST-Analyse

Bevor du Techniken aus dem Selbst- und Zeitmanagement anwendest, ist es notwendig, deineIST-Situation zu analysieren!

Wo investierst du deine Zeit und welchen Nutzen hast du davon?

Durch diese IST-Analyse kannst du sinnlose Aufgaben aufspüren und im Vorhinein eliminieren. Zusätzlich weißt du genau, welche Aufgaben bei deinem Selbst- und Zeitmanagement berücksichtigt werden müssen!

Bedenke: Eine sinnlose Aufgabe wird auch durch hervorragendes Selbst- und Zeitmanagement nicht sinnvoll! Sinnlose Aufgaben (du selbst entscheidest, welche Aufgaben das sind) kosten unnötig Energie.

Die Vorteile einer IST-Analyse zusammengefasst:

1. Die Anforderung an dein Selbst- und Zeitmanagement ist klar.
2. Unnötiger (zeitlicher) Ballast kann vorab eliminiert werden.
3. Energie für die wirklich wichtigen Tätigkeiten wird frei.

So kannst du den Umgang mit deiner Zeit analysieren

Schritt 1: Welche Funktionen hast du?

Du agierst in verschiedensten Systemen und hast verschiedene Funktionen zu erfüllen.

Beispiele für Funktionen:

+ Studentin / Student
+ Angestellte / Angestellter
+ Freundin / Freund
+ Unternehmerin / Unternehmer
+ Tochter / Sohn
+ Schwester / Bruder
+ Kollegin / Kollege
+ usw.

Nimm mehrere Blätter zur Hand.

Auf jedes Blatt schreibst du eine Funktion, die du in deinem Leben zu erfüllen hast.

Anschließend nimmst du ein weiteres Blatt zur Hand, welches die Funktion „ICH-SEIN“bekommt.

Schritt 2: Welche Verpflichtungen hast du bei den jeweiligen Funktionen?

Nimm die Blätter mit den Funktionen einzeln zur Hand und schreibe auf, welche Verpflichtungen du bei der jeweiligen Funktion hast.

Beispiel:

Funktion: Student

Verpflichtungen: Teilnahme an Kursen, Ausarbeiten von Unterlagen, Prüfungsvorbereitung usw.

Auf das Blatt mit der Funktion „ICH-SEIN“ schreibst du Tätigkeiten, die dir persönlich wichtig sind.

Dazu gehören Hobbys, Zeit mit Freunden, Zeit für dich und all das, was dir gut tut.

Schritt 3: Die Bewertung

Abschließend stellst du dir zu jeder Funktion die folgenden Fragen:

1. Welchen Nutzen habe ich, wenn ich diese Funktion erfülle?
2. Fördert dieser Nutzen mein Ziel?
3. Zu welcher Zufriedenheit erfülle ich diese Funktion auf einer Skala von 1 – 10 ?

Diese Analyse unterstützt dich dabei, unnötige Verpflichtungen zu eliminieren und dein Selbst- und Zeitmanagement gut zu planen.

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FAZIT

Selbst- und Zeitmanagement ist wichtig, um mit den täglichen Herausforderung umzugehen und effizient an deinen Zielen zu arbeiten.

Bevor Techniken aus dem Selbst- und Zeitmanagement angewandt werden, ist es jedoch notwendig, deine zeitlichen Herausforderungen zu analysieren und unnötige Verpflichtungen zu eliminieren.

Ich glaube an dich.
uk

Beitragsbild: splitshire.com

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Robert,

    ich bin letztens über eine interessante Technik gestoßen, die für mich viel verändert hat.

    Ich war auch wie du der Meinung, dass mein Selbstmanagement gut funktioniert. Trotzdem war ich irgendwie nicht ganz zufrieden damit.

    Man stellt sich vor, dass man jeden Tag 100€ mit seinen Aufgaben verdienen kann. Dann legt man für jede Aufgabe fest, wie viel sie „wert“ ist. Die Dinge die viel wert sind. Macht man am Anfang des Tages. Eventuell stellt man fest, dass man mit 80€ schon zufrieden ist und lässt die anderen Dinge sein, weil sie einem nicht viel einbringen.

    Das ist im Prinzip eine Prioritätenliste, aber für mich funktioniert das besser. Bei einer Prioritätenliste habe ich selbst bei niedrigen Prioritäten den Eindruck, dass ich das noch erledigen muss. Das stresst mich. Bei der 100€-Variante passiert mir das nicht.

    Grüße
    Dario

  2. Lieber Robert,

    ein interessanter Beitrag. Ich war auch der Meinung, dass mein Zeit- und Selbstmanagement sehr gut ist, aber als du geschrieben hast, wie viel freie Tage du in einem Monat hast, habe ich bei mir auch mal nachgezählt. Auf viel mehr komme ich auch nicht.

    Obwohl ich sagen muss, dass da natürlich auch Aufgaben dabei sind, die ich gerne mache und die mir gut tun. Und sich somit auch nicht wirklich wie Arbeit anfühlen!

    Ich arbeite meistens so, dass ich mir feste Uhrzeiten setze und vorher schon einplane, wie lange ich für eine Aufgabe benötige.

    Toller Beitrag!

    Liebe Grüße,
    Lena

    1. Hallo Lena,

      klar, bei mir sind es auch viele Aufgaben die ich gerne mache. Trotzdem ist ein voller Terminkalender ein voller Terminkalender.

      Alles Liebe
      Robert

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