Wie wird meine Zukunft aussehen?

Ganz ehrlich! – Eine Frage auf die ich keine Antwort habe. Warum sollte ich das heute schon wissen?

Der Sprung in das Erwachsenenleben ist ganz schön kompliziert! Von heute auf morgen sollen wir mit beiden Beinen im Leben stehen, für jedes Problem eine Lösung haben und stur unseren Weg gehen.

Für all diejenigen, die genau wissen, wie ihre Zukunft aussehen soll, mag diese Entwicklung einfacher sein.

Aber was ist mit all den jungen Menschen wie mir, die sich fragen:

Wie wird meine Zukunft aussehen?

Mal ganz ehrlich!

Im groben weiß ich, welche Pläne, Projekte und Vorhaben ich in den nächsten Monaten umsetzen möchte.

Wie mein Leben in einem Jahr aussehen wird, kann ich nicht genau sagen. Geschweige denn, wie es in 5 oder 10 Jahren sein wird!

Klar habe ich Ziele und Visionen, doch mir fallen 1000 Möglichkeiten ein, wie ich diese erreichen bzw. leben kann.

Warum also schon jetzt entscheiden? (nur weil es scheinbar alle anderen machen?)

Wie ist es bei dir? Was ist deine Antwort auf die Frage:

Wie wird meine Zukunft aussehen?

Keinen Plan?

Wenn du keine Antwort auf diese Frage hast, kennst du vermutlich auch das mulmige Gefühl, welches diese Ungewissheit aufwirft.

Jeder in deinem Umfeld scheint genau zu wissen, was er erreichen möchte und geht zielstrebig seinen Weg. Nur du hast keinen Plan und wirst von deinen Mitmenschen (scheinbar) überholt.

Das kann Sorgen bereiten!

Ich kann dich beruhigen! Kein Mensch weiß, wie seine Zukunft aussehen wird. Pläne sind nämlich eine Sache, wie sich diese entwickeln und welche Herausforderungen das Leben für dich bereit hält, eine ganz andere.

Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden – John Lennon

In seinen jungen Jahren hatte auch einer der erfolgreichsten Menschen unserer Zeit keine Ahnung, wie seine Zukunft aussehen wird!

Später veränderte er die Welt!

Mit Planlosigkeit zum Erfolg

Die Mitmenschen des jungen Mannes hatten Pläne, arbeiteten an ihren Hochschulabschlüssen und bereiteten sich auf ein erfolgreiches Leben vor.

Er hingegen brach dich Hochschule ab, sammelte Pfandflaschen um zu überleben und begnügte sich mit einer warmen Mahlzeit in der Woche.

Wie wird meine Zukunft aussehen? – Eine Frage auf die der junge Mann keine Antwort wusste.

Damals wurde er als Versager abgestempelt! Heute gehört er zu den Menschen, die unsere Zeit geprägt und mitbestimmt haben.

Von Versager keine Spur!

Die Rede ist von Steve Jobs, Mitgründer und langjähriger CEO von Apple.

Zeit bringt Sinn

Die Hochschule hat Steve Jobs abgebrochen, weil er darin keinen Sinn sah. Stattdessen wollte er sich Fachgebieten, Tätigkeiten und Projekten widmen, welche seinen Interessen 100%ig entsprochen haben.

So besuchte er zum Beispiel einen Kalligraphie Kurs.

Wozu er dieses Wissen in seinem Leben brauchen könnte, wusste er nicht. Es schien so, als würde es keine praktische Anwendung finden.

10 Jahre später floss dieses Wissen in die Entwicklung des ersten Macintosh ein und war verantwortlich für die damals revolutionären Schriften.

Was Steve Jobs daraus lernte

Steve machte dadurch eine entscheidende Erfahrung. Er verstand, dass gegenwärtige Ereignisse nicht begreifbar sind und erst in der Zukunft einen Sinn ergeben.

Man kann Lebensumstände nicht verbinden, wenn man sie vor sich hat. Die Verbindung ergibt sich erst im Nachhinein. Man muss also darauf vertrauen, dass sich die Punkte irgendwann einmal zusammenfügen.  – Steve Jobs

Du kennst diese Erfahrung bestimmt aus deinem eigenen Leben!

Eine Situation die in der Vergangenheit unerwünscht war und dich schwer getroffen hat, ergab später plötzlich Sinn und war entscheidend dafür, dass sich dein gegenwärtiges Leben entwickeln konnte.

Ich wurde vor 3 Jahren von einer Fachhochschule abgelehnt. Damals war ich traurig und ratlos. Heute bin ich unglaublich froh über diese Absage, weil sich dadurch ein unglaublich aufregender Weg ergeben hat.

Welche unerwünschte Situation hast du erlebt, welche im Nachhinein Sinn ergeben hat? – Lass mich in den Kommentaren davon wissen. :-)

Genau wie es Steve Jobs gesagt hat, kannst du nur darauf vertrauen, dass sich alle Punkte irgendwann zusammenfügen.

Was das für dich bedeutet

Trotzdem musst du in der Gegenwart Entscheidungen treffen und deine nächsten Schritte planen.

Auf welcher Basis kannst du diese Entscheidungen treffen, wenn dein rationales Denken keine Hilfe ist?

Jobs hat ständig das getan, was sein Herz ihm sagte. Er machte sich nichts aus vernünftigen Entscheidungen oder der Meinung seiner Mitmenschen und blieb sich immer treu.

Man muss an etwas glauben – Intuition, Schicksal, Leben, Karma, was immer. Diese Haltung hat mich nie enttäuscht, sie hat mein Leben entscheidend geprägt. – Steve Jobs

Fazit

Hör auf dein Herz und plane mit deinem Verstand. Bleib dir treu.

Vertraue darauf, dass es dir den Weg weist und dafür sorgt, dass sich später alle Punkte zusammenfügen und Sinn ergeben.

Ich glaube an dich.
uk

Beitragsbild: splitshire.com

6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Lieber Robert, danke für diesen schönen Beitrag!
    Ja die vielen Pläne, die wir immer glauben haben zu müssen, können uns schon erdrücken und John Lennon hat da ganz recht…
    Deshalb finde ich es gerade für junge Menschen wichtig, dass sie eher eine Vorstellung davon haben, wer sie sind und was sie eigentlich wollen (Stichwort Persönlichkeitsentwicklung), als einen festen „Masterplan“. Denn das ist doch eigentlich das „aufs Herz hören“. Am Ende werden unsere Überzeugungen und Werte über eine lange Zeit stabil bleiben, egal was wir im Leben wirklich tun und was unsere Pläne sind. Es ist nur schade, dass darauf (also auf das Kenennlernen der eigenen Persönlichkeit, der Werte und Überzeugungen) sowohl in der Erziehung als auch in der Schule/Uni/… viel zu wenig Wert gelegt wird… Aber dafür gibt es ja uns Blogger 😉
    LG Steffi

    1. Liebe Steffi,

      oja, ich stimme dir zu.
      Die Herausforderung mit dem Kennenlernen von Werten, Persönlichkeit und das Bilden von Überzeugungen ist ein kritisches Thema.
      Schule, Universität usw. ist dazu nicht in der Lage.

      Die Wurzel dieses Problem ist natürlich vielschichtig, doch führe ich dieses unter anderem darauf zurück, dass Erwachsene die in den entsprechenden Positionen sind, selbst keine Ahnung über ihre Werte oder ihre Wichtigkeit in der Gesellschaft haben. (allgemein Ausgedrückt)

      Und ja, wir Blogger leisten einen wesentlichen Beitrag, Menschen aufzurütteln, zu inspirieren usw.

      Danke Steffi.

      Liebe Grüße
      Robert

  2. Lieber Robert,
    mit der Fragen, wie meine Zukunft aussehen soll, triffst du mich gerade an einem ziemlich wunden Punkt.

    Mir geht es da so, wie du es oben beschreibst: Ich habe keine Ahnung.
    Ich habe so viele Pläne, aber darüber nachzudenken, macht fast Sorgen, weil ich nicht weiß, wie ich sie realisieren kann. Wie ich im Leben das machen kann, was mich wirklich glücklich macht.

    Ich glaube, um seinen Traum zu leben bedarf es sehr viel Mut, aber auch Zeit, um herauszufinden, was man wirklich möchte und wie man seinem Herz folgen kann.
    Schön, dass du dazu die Gedanken anstößt.

    Liebe Grüße, Monya

  3. Wie schön! Steve Jobs Rede rund um den Gedanken „you can only connect the dots backwards“ ist tief in meine neuen positiven Glaubenssätze vorgedrungen. Cool, dass dieser Gedanke auch deinen Beitrag inspiriert hat 🙂

    Ich glaube ganz fest daran, dass wir für junge Menschen Unterstützungsangebote brauchen. Raum für Potentialentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung. Schule, Ausbildung und Uni können uns das nur bedingt bieten.

    Daher liebe ich die Idee nach der Schule ein „Gap Year“ einzulegen und sich aufzumachen auf eine Abenteuerreise im Sinne einer vertieften Selbsterfahrung und Berufsorientierung.

    Wir basteln gerade an einem großen Orientierungsprogramm, das wir als Pilotprojekt in Hannover im August 2016 starten wollen. Ich als ehemaliger Ausbilder und angehender Social Entrepreneur (mit einem gemeinnützigen Unternehmen), sowie zwei Jugend- und Berufsorientierungscoaches planen dafür zahlreiche Workshops zu Themen wie:

    – Wer bin ich?
    – Was kann ich?
    – Wie will ich später leben?
    – Wie kann ich das erreichen?

    Dazu kommen Teamentwicklung, das kreieren von eigenen Projekten. Und jeder hat die Chance von August bis Januar sein individuelles Programm aus Praktika, Schnupperstudium und sonstigen praktischen Erfahrungen (ggf. auch Reisen) zu gestalten. Wir als Coaches stehen während eurer Praxisphasen alle 2 Wochen bereit und helfen euch das Erlebte zu reflektieren.

    Unser Hauptziel ist euch zu helfen „den inneren Kompass“ zu finden. Oder wie in den anderen Kommentaren beschrieben: Euch dabei zu helfen auf euer eigenes Herz zu vertrauen, so dass ihr eure Zukunftsentscheidungen voller Mut und Hoffnung angehen könnt.

    Im ersten Halbjahr 2016 möchten wir erste Workshop-Konzepte hierzu kostenlos testen. Und auch das spätere Programm soll möglichst günstig sein, damit es sich alle leisten können. Als gemeinnützige Organisation, die wir wohl im März/April gründen werden, hoffen wir auf Spenden und Fördergelder, um euch möglichst günstig diese Chance zur Potenzialentfaltung anbieten können.

    Ich selbst lasse Ende des Jahres einen lukrativen Bankjob (Human Resource Spezialist) hinter mir um dieses Abenteuer zu wagen.

    Wer Interesse an dem Thema hat und Lust verspürt unser „Gap Year“-Programm von Anfang an mitzugestalten, einen kostenlosen Workshop zu besuchen und später vielleicht sogar im Programm einsteigen möchte, der muss sich unbedingt bei mir melden =)

    Anfang Januar gibt es dazu auch eine eigene Homepage mit allen Projektinfos, sowie Ressourcen um sich auch ganz allein sein eigenes Gap Year zu „basteln“.

    Alles Liebe,
    euer Chris

    1. Hey Chris, coole Sache.

      Freue mich schon auf unseren Skype-Call nächste Woche und dieses Projekt zu unterstützen.

      Alles Liebe
      Robert

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