Die nackte Wahrheit über Erfolg

Mit 18 war ich überzeugt: „Wenn ich 26 Jahre alt bin, habe ich € 1.000.000 auf meinem Konto.“

In meiner Phantasie sah ich bereits Bilder meiner Villa, meiner Sportwagen und vieler anderer Luxusgüter.

Die Bilder in meinem Kopf waren bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.

Zum Beispiel wusste ich exakt, welche Farbe die Ledernaht meines Auto haben wird.

Meine Gedanken an mein zukünftiges Ich zeigten einen Mann, der sein eigenes Business zum finanziellen Erfolg geführt hat und seinen Reichtum durch Luxusgüter präsentiert.

Ich war damals besessen von dieser Vision!

Die Definition von Erfolg, die ich damals angenommen habe, können wir als Extremform der klassischen Erfolgs-Definition annehmen. In dieser ist Erfolg von Geld, Ansehen und Statusabhängig.

Was ich damals über Erfolg dachte

Bücher wie „So denken Millionäre“, „Der Weg zur finanzielle Freiheit“ oder „Denke nach und werde reich“ waren meine Bibeln!

Eines hatten all diese Bücher gemeinsam: Sie vermittelten mir den Glauben, dass ich alles erreichen kann, wenn ich nur fest genug daran glaube.

Und das tat ich!

In meinen Geist brannte sich der Glaube ein, dass mein Erfolg durch „großes Denken“, klaren Visionen und etwas Zeit erreicht werden. Wie ich später lernen durfte, war das nicht die Wahrheit.

Mein Kampf mit der Ungeduld

Das Einzige was mich damals von meinem Traum trennte, waren 8 Jahre, die ich im Gedanken festgelegt habe, bis mein Ziel erreicht sein wird.

Hätte ich eine Zeitmaschine gehabt, wäre ich ohne einen Gedanken zu verschwenden, in die Zukunft gereist.

Mir konnte es nicht schnell genug gehen, endlich erfolgreich zu sein und hoffte eine Möglichkeit zu finden, diesen Prozess zu beschleunigen.

1. Die Produktion und der Verkauf von Armbändern

Eines Tages erkannte ich, dass es eine Nachfrage an Armbändern gibt, die aus bestimmten Steinen zusammengesetzt werden. Ich kaufte die Steine ein, produzierte Armbänder und verkaufte sie in einer ansprechenden Verpackung!

Wie ich heute finde, habe ich das erfolgreich getan!

Obwohl der Verkauf dieser Armbänder Potenzial hatte und funktionierte, verlor ich den Spaß daran. Es ging mir zu langsam und so suchte ich mir eine neue Tätigkeit.

2. Eine Online-Plattform für Event-Dienstleister

Im Jahr, als ich das letzte Jahr zur Schule ging und meine Matura machte, drehte sich alles um den Start meiner Online-Plattform für Event-Dienstleister. Ich war voller Begeisterung und sicher, dass diese Plattform mein großer Durchbruch ist.

Wenn dieses Projekt heute zur Sprache kommt, sagt meine Mama: „Außer Spesen nichts gewesen.“ 😉

3. Kein Grund zum Aufgeben

Als es mit der Online-Plattform nichts wurde, fand ich einen Weg, der mir schnelles Geld und überdurchschnittlichen Erfolg versprach.

Menschen, die ähnliche Ziele verfolgten, hatten mich schnell auf ihrer Seite und so versuchte ich mich, wenige Monate, im Network-Marketing.

4. Die klassische Karriere

Als sich Network-Marketing als viel heiße Luft entpuppte, endete zur selben Zeit, mein 9-monatiger Sozialdienst, den ich in Österreich verpflichtend (statt dem Bundesheer) abgelegt habe.

Ich stand vor einer großen Entscheidung:

+ Einstieg in die klassische Berufswelt
+ Studium oder
+ eigene Projekte

Es erschien mir am sinnvollsten, in die Berufs-Welt einzusteigen und erhielt einen tollen Job. Die kommenden 1,5 Jahre in Anstellungen waren die vermutlich wertvollsten in meiner beruflichen Entwicklung. Ich denke gerne an diese Zeit zurück und bin dankbar, für alles was ich erlebt und gelernt habe.

Doch mein Herz hat mir schnell verständlich gemacht, dass die klassische Berufswelt nicht meine Welt ist.

5. Studium

Nach meiner Kündigung führte mein Weg direkt auf die Uni. Ich studiere übrigens auch heute noch.

6. Ein Sprung in die Gegenwart

Vom damaligen Zeitpunkt (Oktober 2013) bis heute verfolgte ich verschiedene Geschäftsideen und Projekte. (Affiliate-Marketing, Verkauf von Web-Projekten, Organisation von Veranstaltungen etc.)

Meine Erkenntnis auf diesem Weg

Spätestens, als ich in die Berufswelt eingestiegen und an Reife gewonnen habe, wusste ich,dass an meiner Definition von Erfolg etwas nicht stimmt.

Ich erkannte, dass es viele erfolgreiche Menschen gibt, die unglücklich sind und viel zu viel geopfert haben, um ihren Erfolg zu erreichen.

Wenn ich an meine Vision und all die damit verbunden Luxusgüter dachte, spürte ich Leere. Bei Gedanken an meine Villen, Autos usw. blieb die gewohnte Begeisterung aus und ich bemerkte, dass ich in Wirklichkeit etwas ganz anderes möchte.

Vor allem erkannte ich, dass sich Erfolg nicht von heute auf morgen erzwingen lässt! (Das ist der Grund, wieso ich dir so ausführlich über meine vielen Projekte erzähle 🙂 )

Schneller Erfolg klappt bei anderen?

+ Du hast schnellen Erfolg bei vielen anderen Menschen beobachtet?

+ Sehnst du dich danach, es ihnen gleich zu tun und endlich deinen Durchbruch zu erzielen?

(Bevor ich darauf eingehe, möchte ich dir bewusst machen, dass ich heute davon überzeugt bin, dass Erfolg etwas Individuelles ist und sich von Person zu Person anders ausdrückt! Mehr dazu kannst du im Artikel „Die Basis für deinen Erfolg“ lesen.)

In den letzten Jahren dufte ich mit vielen Menschen sprechen, die auf ihre ganz besondere Art erfolgreich sind. Viele von ihnen stehen im Scheinwerferlicht und werden für ihre Leistungen bewundert. Andere sind erfolgreich und erhalten für ihre Leistungen wenig Aufmerksamkeit.

Ganz egal, welche individuelle Definition von Erfolg diese Menschen leben, eines verbindet sie alle:

+ Sie haben viel Energie in ihre persönliche Weiterentwicklung gesteckt, mehrereNiederlagen erlebt und mutige Entscheidungen umgesetzt.

Alle haben sich auf einen persönlichen Wachstumsprozess eingelassen, der irgendwann zur Stärke, Klarheit und Kompetenz geführt hat, um wahrhaftig erfolgreich zu sein.

Als Außenstehende haben wir oft den Eindruck, dass Menschen von heute auf morgen erfolgreich geworden sind und sich den Erfolg aus dem Hut gezogen haben.

Die Wahrheit ist, dass ihrem Erfolg ein längerer Prozess vorausgeht, von dem wir nichts mitbekommen haben.

Erfolg und das Spiel mit dem Neid

In diesem Zusammenhang gebe ich zu, oft neidisch gewesen zu sein, wenn andere „plötzlich“ erfolgreich wurden und ich, obwohl ich denselben Einsatz erbrachte, erfolglos blieb.

Beispielsweise war ich lange Zeit neidisch auf meinen Blogger-Kollegen Ben Paul von Anti-Uni.com.

Ben und ich starteten zur selben Zeit unseren Blog.

Wir tauschten uns über unsere Strategien, Pläne und Ziele aus. Technisch gesehen hatten wir eine ähnliche Basis. Während mein Blog (robertkraxner.com der heute nicht mehr existiert) einer von vielen blieb, ging der Blog von Ben durch die Decke.

In kürzester Zeit hatte er tausende Leser und ging als der „berühmteste Studienabbrecher Deutschlands“ durch die Medien.

Lange verstand ich nicht, was Ben anders gemacht hat als ich! Heute weiß ich, dassseinem Erfolg eine Entwicklung vorangegangen ist, die bei mir noch ausgestanden hat.

(Und ja, heute freue ich mich über den Erfolg von Ben und anderen Kolleginnen. 🙂 ) (Beispielsweise bin ich überglücklich, dass mein Mastermind-Kollege Raphael Kolic mit seinem neuen Buch „Achtsame Selbsthypnose“ einen Volltreffer gelandet hat und aktuell die Amazon-Bestsellerliste in 3 verschiedenen Buch-Kategorien anführt.)

Wir dürfen den Prozess, der zu Erfolg führt, nicht mit dem Zeitpunkt verwechseln, an dem Erfolg für uns das erste Mal sichtbar wird!

Welche Entwicklung führt zu Erfolg

Aus heutiger Sicht sind für mich 2 Faktoren die Voraussetzung für unseren Erfolg:

1. Klarheit

Klarheit über die eigene Definition von Erfolg und den damit verbundenenHerzenswünschen.

„Herzenswünsche“ hört sich im ersten Moment seltsam an, doch ich meine es ernst.

Du kannst nur erfolgreich sein, wenn du weißt, was du wirklich möchtest! Bringe in Erfahrung was Erfolg für dich bedeutet und welche Ergebnisse dich wahrhaftig glücklich machen.

Läufst du einer fremdbestimmten Definition von Erfolg hinterher (so wie ich es gemacht habe), wirst du scheitern oder eines Tages feststellen, dass dich das Erreichen dieses Erfolgs nicht glücklich macht.

2. TUN

Erfolg, wie du diesen auch definieren magst, erfordert konkrete Handlungen.

Handlungen führen zu neuen Erkenntnissen, die dich Ebene für Ebene wachsen lassen. Ein wahrer Augenöffner kann das Buch „Werde verrückt“ von Veit Lindau sein, welches Hilfestellungen für deine persönliche Weiterentwicklung und deinen persönlichen Erfolg bietet.

Ich glaube an dich.

uk

Beitragsbild: splitshire.com – Boy Jump In The Water

16 Kommentare, sei der nächste!

  1. … mein zweitliebster Artikel. Zwischen Klarheit und Tun möchte ich noch eines einfügen: Mut. Be brave. Ja, das kommt (fast) von alleine, wenn wir für etwas brennen. Wir stehen unten vor dem Sprungturm im Schwimmbad. Mit Klarheit entscheiden wir, hinaufzuklettern um zu springen. Die Klarheit und das Brennen für dieses Vorhaben treibt uns die Leiter hinauf. Nun stehen wir oben und müssen es nur noch tun. Hier braucht es Mut. Courage. Und Vertrauen. In uns selbst, ins Leben.
    Zu mehr Klarheit in meinem Denken hast Du mich gestern inspiriert, lieber Robert. Und mir Mu gemacht. Danke dafür 🙂
    Ganz herzliche Musengrüße aus Bad Homburg, Nathalie

    1. Liebe Nathalie,

      danke für deine Ergänzung und deine Rückmeldung zu unserem Gespräch.
      Freut mich, dass ich dich zu mehr Klarheit in deinem Denken inspirieren konnte.

      Ich glaube an dich.
      Robert

  2. Erst dachte ich, „Mist, das t hat nicht getippt.“
    Aber vielleicht stimmt es, und bei unserer Skypesession gestern hast Du mir erstmal „Mu“ gemacht. Das t rüsten wir dann noch gemeinsam nach… 😉

  3. Lieber Robert,

    danke für diesen großartigen, persönlichen und ehrlichen Artikel!!
    Hat mich von Beginn an gefesselt und ist außerdem ein Thema, mit dem ich mich auch viel auseinandergesetzt habe.

    Danke auch für die Erwähnung! Ich war gerade im Flow des Lesens und habe damit überhaupt nicht gerechnet, als ich plötzlich über meinen Namen stolperte. 🙂

    Wünsch dir mehr von dem, was Erfolg für dich ist!

    Alles Liebe,
    Raphael

    1. Lieber Raphael,

      danke. Freut mich, dass dich der Artikel gefesselt hat.
      Hab dich gerne erwähnt. 🙂

      Ich glaube an dich.
      Robert

  4. Hallo Robert,
    das ist ein wirklich toller Artikel. Danke dass du so ehrlich darüber schreibst, wie es dir ging und geht 🙂
    Als ich mit meinem Blog angefangen habe, dachte ich, meine Definition von Erfolg wäre, ständig um die Welt reisen zu können und keinen festen Wohnsitz mehr zu haben. Vor einiger Zeit ist mir bewusst geworden, dass mir diese Art zu leben aber gar nicht so sehr gefällt und mich sogar davon abhält das zu tun, was mir wirklich wichtig ist – damit hat sich dann auch die Frage beantwortet, warum ich mir oft selbst dabei im Weg stand, dieses Ziel zu erreichen.
    Die Frage, ob das was man anstrebt, wirklich aus einem selbst kommt oder eigentlich die Erfolgsdefinition von jemand anderem ist, ist meiner Meinung nach der Grundstein.

    Alles Liebe
    Johanna

    1. Liebe Johanna,

      danke. 🙂
      Oja, bin überzeugt davon, dass es wesentlich ist, das unsere Definition von Erfolg auf uns selbst kommt. Schön auf den Punkt gebracht.
      DANKE

      Alles Liebe
      Robert

  5. Lieber Robert,

    du erwähnst in deinem Artikel so viele Menschen, denen ich auch folge. Da fühlt man sich schon fast als eine Gemeinschaft, obwohl man einander noch nie begegnet ist.

    Ich habe bei Ben den WordPress-Kurs gemacht, bei Raphael eine kleine Einführung in die gewaltfreie Kommunikation und habe mich nun auch im Human Trust von Veit Lindau für ganz viele verschiedene Online-Coachings angemeldet.

    Dein Artikel spricht mich sehr an. Schön, dass du so persönlich schreibst.

    Ich stelle zur Zeit immer wieder fest, dass ich eigentlich zur Zeit genau das Leben habe, was ich mir wünsche, was mich nicht davon abhält Zukunfstvisionen zu haben.

    Mein Blog steht in den Startlöchern und ich bin irgendwie innerlich überzegugt, dass er was bewegen wird, obwohl mein kleiner Zweifler versucht, mich vor Enttäuschungen zu schützen und mich beschwichtigt. Beides tut gut. Das Vertrauen in mein Blog-Projekt und die Gewissheit, dass man nie weiß, was das Leben bereithält.

    Was mich zurzeit so glücklich macht ist allein die Tatsache, ein Ziel zu haben, an dem ich Schritt für Schritt arbeite. Es sind sogar gleich mehrere.

    Die einzelnen Schritte beglücken mich. Ob ich das Ziel dann mal erreiche oder nicht, wird da völlig nebensächlich.

    Ein schöner Artikel!

    1. Liebe Elisa,

      danke dir.
      Wünsche dir alles Gute und viel Erfolg mit deinem Projekt. Und melde dich, wenn du Fragen hast oder Hilfe benötigst. 🙂

      Alles Liebe
      Robert

  6. Hey Robert!
    Sehr guter Artikel. Spannend das hier zu lesen.
    Ich habe deinen Blog (Robert Kraxner) vorher ja auch schon verfolgt. Und bin erstaunt, was du so alles leistest.
    Weiter so! 🙂
    Beste Grüße
    Lothar

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