So ticken wir Jungen (19 Eigenschaften der Generation Y)

Schon bald werden die Menschen meiner Generation die Positionen von Politikern, Führungskräften, Unternehmern, Lehrer usw. einnehmen. Deshalb ist es für die Welt von morgen wesentlich, nach welchen Werten und Zielen wir streben.

Wie ich und viele in meiner Generation ticken, beschreibe ich in den folgenden 19 Punkten.

1. Arbeit darf Spaß machen

Die Zeiten, in denen Arbeit automatisch mit Verzicht und Anstrengung in Zusammenhang gebracht wird, sind vorbei. „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“, ist Schnee von gestern. Wir möchten eine Arbeit die uns Spaß macht und erfüllt.

2. Geld spielt eine untergeordnete Rolle

Primär möchte meine Generation durch ihr Tun etwas bewirken und verändern. Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, suchen wir uns eine andere Tätigkeit. Geld spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

3. Wir bleiben uns treu

Wir leben in einer Gesellschaft, welche uns vorschreiben möchte, wie wir zu leben und sein haben.  Junge Menschen möchten ihre Individualität zum Ausdruck bringen und ihre Persönlichkeit ausleben. Authentizität steht hoch im Kurs.

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4. Für das Gemeinwohl

Durch unseren Lebensstil und unsere Tätigkeiten soll niemand zu Schaden kommen oder benachteiligt werden. Im Gegenteil! Wir möchten uns für das Gemeinwohl einsetzen und dieses fördern.

5. Es darf auch weniger sein

Unsere Wirtschaft ist vom ständigen Streben nach Mehr geprägt. Doch dieses Streben ist unnatürlich und kann auf Dauer nicht funktionieren. Gegenwärtig steuern wir deshalb geradewegs auf einen wirtschaftlichen Zusammenbruch hin. Für meine Generation ist es an der Zeit, den Materialismus loszulassen und die natürlichen und „wahren“ Werte zu fördern.

6. Jeder kann etwas verändern

In vielen Bereichen unserer Erde herrschen schreckliche Zustände. Dabei ist es einfach, sich zurückzulehnen und die Schuld auf Politiker, Wirtschaft und Co zu schieben. Jeder von uns, auch du, kann Veränderung bewirken und zum Gemeinwohl beitragen.

Schon Mahatma Gandhi hat gesagt: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünscht.“

Wenn die jungen Menschen von heute bereit sind, die natürlichen Werte zu leben und zu fördern, werden wir in 50 Jahren friedlich zusammenleben. Das ist der Schlüssel zu einer bewussten und friedvollen Welt.

7. Eine neue Zeit erfordert neue Wege

Wir leben in einer aufregenden Zeit, in der alte Werte aufbrechen und Platz für neue Ansichten und Möglichkeiten entsteht. Die Wege die bisher gegangen wurden, sind dementsprechend nicht mehr passend.

Die Genration Y ist nicht dazu bereit, vorgegebene Wege zu folgen und sich dem gesellschaftlichen Raster zu beugen. Stattdessen wählen wir Wege, welche unseren persönlichen Werten entsprechen.

So kann eine neue Erde entstehen.

8. Erfolg ist nicht von Geld abhängig

In unserer Gesellschaft ist Geld der Gradmesser für Erfolg. Doch diese Ansicht ist veraltet und hat in der heutigen Zeit keinen Platz mehr.

Erfolgreich ist derjenige, der seine Leidenschaft lebt und dabei seine persönlichen Werte fördert.

9. Wir sind überall zu Hause

Mittlerweile können wir unsere Welt als globales Dorf beschreiben. Wenn du möchtest, kannst du in wenigen Stunden, auf der anderen Seite der Erde sein.

Meine Generation möchte die Welt bereisen, die verschiedensten Kulturen kennenlernen, mehrere Sprachen sprechen und globale Zusammenhänge verstehen.

10. Junge Menschen sind von sich selbst überzeugt

Uns wurde schon im frühen Kindesalter gesagt, dass wir alles schaffen können und uns alle Türen offen stehen. Wir jungen Menschen sind von uns selbst überzeugt und glauben ganz fest daran, dass wir unsere Ziele erreichen können.

Und genau mit dieser Überzeugung bringen wir uns in die Gesellschaft, Wirtschaft und das alltägliche Leben ein.

Vielleicht ist es genau das, was unsere Welt jetzt braucht?

11. Bildung und Wissen stehen hoch im Kurs

Für uns Mitglieder der Generation Y stellt Bildung und Wissen einen enorm hohen Wert dar. Durch ständiges Lernen ist es uns möglich, unseren Horizont zu erweitern und komplexe Zusammenhänge zu verstehen.

Dabei beschränkt sich Bildung keineswegs nur auf Schulen oder Universitäten!
Uns stehen unzählige Möglichkeiten zur autodidaktischen Weiterbildung zur Verfügung. Angefangen von Onlinekursen bis hin zu Bildungsreisen.

Leider neigt die Generation Y oft dazu, unaufhörlich Wissen aufzunehmen, ohne dieses in die Praxis umzusetzen bzw. dieses durch praktische Erfahrungen zu überprüfen.

12. Wir möchten unsere Fähigkeiten wertbringend einsetzen

Eines steht fest: Wir Mitglieder der Generation Y sind von unseren Fähigkeiten überzeugt und hegen den unerschütterlichen Glauben in uns selbst, dass wir alles Vorstellbare erreichen können.

Uns ist es wichtig, unsere Fähigkeiten wertbringend einzusetzen und nicht für Dinge zu verschwenden, welche nicht unseren persönlichen Wertvorstellungen entsprechen. Durch unser Tun soll ein Wert entstehen, auf den wir stolz sind.

13. Die Generation Y möchte Einfluss und Verantwortung

Wir jungen Erwachsenen können es kaum erwarten, bis wir die Positionen von Politiker, Führungskräfte usw. einnehmen und möglichst viel Einfluss haben. Das ist keineswegs egoistisch. Lediglich sind wir von unseren Werten und Visionen so überzeugt, dass wir diese fördern und im großen Stil umsetzen möchten.

Es liegt doch auf der Hand, dass ein Bundeskanzler mehr Einfluss auf gesellschaftliche Veränderungen hat, als einer unter Millionen gewöhnlicher Angestellter.

Ja, wir sind von unseren Werten und Visionen unglaublich überzeugt.

14. Streben nach Freiheit

Auch wenn uns nicht 100%ig klar ist, was Freiheit bedeutet, haben wir den tiefen Wunsch, frei zu sein und unser Leben ohne Einschränkungen zu genießen.

15. Wir möchten besser sein, als unsere Mitmenschen

Zugegeben: Das Ego von uns jungen Erwachsenen ist unglaublich groß. In uns herrscht der starke Drang, etwas Besonderes zu erreichen bzw. zu sein.

Das funktioniert nur dann, wenn es Menschen gibt, die „schlechter“ sind als wir. Ohne „schlechter“ gibt es eben kein „besser“.

In dieser Angelegenheit haben wir noch Lernbedarf und müssen daran arbeiten, unser Ego aufzulösen.

16. Liebe, Spaß und Lebensfreude

Wir sind nicht hier auf dieser Erde um uns zu quälen. Das Leben möchte in vollen Zügen genossen werden. Was hast du davon, wenn dir im Sterbebett bewusst wird, wie vergänglich das Leben ist und welche tollen Dinge du dir entgehen lassen hast?

17. Zufriedenheit

Trotz unserer sorgenfreien Kindheit und unserem Leben in einer reichen Gesellschaft, fällt es uns unglaublich schwer, zufrieden zu sein.

  1. Wir haben unglaublich hohe Erwartungen und hegen den Irrglauben, dass sich alles nach unseren Vorstellungen entwickelt. Dadurch unterscheiden sich unsere Erwartungen meist stark von der Realität, woraus Unzufriedenheit entsteht.

Zufriedenheit = Realität – Erwartungen  

(mehr dazu findest du hier, im Artikel auf „Welt.de“)

2. Uns stehen 1000 Wege zur Auswahl. Keine Generation vor uns hatte so viele Möglichkeiten, wie die Generation Y. Kaum haben wir uns für einen Weg entschieden, haben wir Angst, den falschen gewählt zu haben und irgendetwas anderes zu verpassen.

18. Ein buntes Leben

Wir brauchen Abwechslung, Abenteuer und Action. Dazu gehört z.B. das Leben in fremden Ländern und das Verfolgen von verschiedensten Projekten.

Ein einfaches Leben, das im Vorhinein durchgeplant ist und vorsieht, dass wir unsere Ausbildung abschließen, ein Haus bauen und eine Familie gründen, steht bei uns nicht am Programm.

19. Individualität

Wir haben es satt, dass wir uns dem Raster der Gesellschaft beugen sollen. Es ist an der Zeit aus der Reihe zu tanzen und unserer eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Ich glaube an dich.
uk

Beitragsbild: splitshire.com

9 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Robert,
    Da hast du echt viele gute Punkte zusammen gestellt.
    Vor allem über Punkt 17 denke ich häufig nach…

    Ich denke, wenn man nie zufrieden ist und immer nur nach mehr strebt, wird es mit Punkt 16 ziemlich schwer und man wird, wenn irgendwann der Vorhang fällt nicht sagen können „Ja! Ich hatte ein tolles Leben“.

    Hab einen schönen Tag 🙂

    Übrigens: Schön, dass du ich „Ich glaub an dich“ geschrieben hast – das konnte ich gerade gebrauchen, danke!

  2. Hallo Robert,

    ein schöner und interessanter Beitrag. Mit den Punkten triffst du alles genau so wie es ist!

    Bei Punkt 18 saß ich kopfnickend vor dem Laptop, denn ich glaube, dass dieser Punkt am wenigsten von den älteren Generationen verstanden wird. Schade, aber viele wollen einfach nicht hören, was die Jungen im Leben und wo die Jungen ihr Leben verbringen wollen.

    Auch Punkt 8 finde ich wichtig! Ich ticke genau so, aber leider gibt es immer noch Menschen – auch junge Menschen -, die sich ihren Beruf nach dem Einkommen aussuchen. Arbeit sollte Spaß machen und sich nicht wie Arbeit anfühlen!

    Liebe Grüße, Lena

  3. Hallo Robert,
    toll zusammengefasst und geschrieben!
    Ich kann alles bestätigen, ich kann es nachvollziehen, ich habe alles gelebt und erlebt was immer ich mir erdachte konnte ich umsetzen, Angst war nie mein Ratgeber sondern was will ich, warum? Ist es mir und anderen Mitmenschen zum Nutzen, dass war mein Umsetzungsparameter.
    Ich habe ein interessantes schönes Leben erleben dürfen, im Geist durfte ich jung bleiben, ich bin ganz bei dir und deinen Zukunftsgedanken. Ich sehe eine wirklich schöne Zukunft für euch, mit all den Freuden. Lasst euch nicht unterkriegen und in Angst versetzen.
    Wenn wir Menschen für einander Tätig bleiben haben wir alles zur Verfügung was immer wir für uns erzeugen! Wir werden dafür immer weniger tun müssen, da wir Maschinen erzeugen werden die für uns arbeiten. Das Mittel – „Geld“ wird nicht mehr gebraucht werden, da wir genügend von allem bereits haben, nur die Verteilung und knapp gehaltenes „Geld“ (eingetippte Zahlen in den Bankcomputern) hinkt hinten nach. Wir brauchen Geld nicht mehr, da wir glückliche – zufriedene Menschen sein möchten und das steht uns zu, wir sind Kinder Gottes! Lassen wir uns nicht länger als Sklaven eines Systems verwenden, es gilt aufzuwachen und neues gestalten. Ein Neues Spiel ist gefragt, ein Spiel ohne Geld?
    (Mit 66 fängt das Leben erst an ….?)
    Übrigens, wir Menschen können gar nichts falsch machen, es gibt nichts falsches! Wir erleben uns immer in unserem denken, fühlen und handeln.
    Wir leben in einer polarisierten Welt in der wir uns in unserm Tun erleben.

  4. Ein toller Artikel, der auf den Punkt bringt, was Erfolg wirklich ist. Nämlich Zufriedenheit und seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Was bringt am Ende das ganze Geld, wenn ein Lächeln am Tag unmöglich zu sein scheint. Ich habe den Artikel sehr gerne gelesen, denn er regt auch noch einmal zum Nachdenken an. Wir Du schreibst, uns stehen alle Wege heute offen, wir müssen uns nur für den richtigen Weg entscheiden. Damit fühlen sich leider heutzutage viele Menschen unter Druck gesetzt…

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