Erfolgreich Bloggen – Welche Fehler mich hunderte Stunden gekostet haben

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie ich mich gefühlt habe, als ich im Jahr 2013 zu bloggen begann und auf den „Veröffentlichen-Button“ geklickt habe.

Die Freude, dieses Ziel erreicht zu haben, konkurrierte mit der Angst, dass mein Blog abgelehnt wird.


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Heute, 3 Jahre und über hundert Artikel später, muss ich schmunzeln, wie sehr mich das Veröffentlichen eines einfachen Artikel aus der Komfortzone gelockt hat.  🙂

Schmunzeln muss ich aber auch, weil ich mich in den ersten 2 Jahren als Blogger, oft ganz schön dumm angestellt und viele Fehler gemacht habe.

Ich war zu naiv und dachte zu wissen, was zu tun ist, um von meinem Online-Projekt leben zu können.

Ansehen war meine höchste Motivation beim Bloggen

Klar, jeder Blogger würde von sich behaupten, dass er schreibt, weil er im Leben seiner Leser etwas bewegen möchte.

Ich gehörte damals auch zu denen, die sich das eingeredet haben!

Heute erkenne ich, dass das nicht stimmte! Meine Hauptmotivation zu bloggen, war das damit verbundene Ansehen.

Unbedingt wollte ich zu den Großen der Blogger-Szene gehören, mit eigenen Fans, die mich und meinen Erfolg bewundern.

Das Problem ist, dass du als Blogger nicht erfolgreich werden kannst, wenn Ansehen dein höchstes Ziel ist.

Anstatt meinen Fokus darauf zu lenken, meinen Leserinnen und Lesern echten Mehrwert zu bieten, investierte ich hunderte Stunden dafür, mich gut zu präsentieren.

Mein Blog wurde dadurch nicht erfolgreicher und dümpelte vor sich hin!

Was ich daraus gelernt habe:

Echten Mehrwert zu bieten, ist essenziell für den Erfolg in der Blogger-Welt! Im Internet gibt es schon genug „Möchtegern-Stars“ die nur heiße Luft labern.

Ich habe meine Zielgruppe nicht scharf genug definiert

Meine ersten Artikel spiegelten meinen Selbstfindungstrip wieder, auf dem ich damals unterwegs war. Ich schrieb über alles, was mich bewegte.

(Berufung, Geld, Generation Y, Spiritualität, Bloggen, Individualität und andere Themen.)

Die Themen waren viel zu breit gestreut, um eine klare Zielgruppe zu erreichen und deren Probleme zu lösen.

Löst du als Blogger keine Probleme, bietest du keinen Mehrwert! Bietest du keinen Mehrwert, wirst du nicht erfolgreich werden.

So investierte ich viele hunderte Stunden ins Bloggen und bemerkte nicht, dass all die aufgewendete Energie verpuffte und kaum Fortschritte brachte.

Es brauchte Monate, bis ich endlich erkannt habe, dass das Bloggen keinen Sinn macht, solange ich meine Zielgruppe nicht genau definiert habe!

Was ich daraus gelernt habe

Heute weiß ich, dass auch die Klarheit über die eigene Zielgruppe essenziell ist, um in der Blogger-Welt erfolgreich zu sein. Nur so können wir als Blogger gezielt kommunizieren, Mehrwert bieten und Momentum aufbauen.

Ich kannte mein „WARUM“ nicht

Wie erwähnt, erkenne ich heute, dass ich damals vor allem Ansehen generieren wollte.

Heute bin ich mir sicher, dass Leser genau spüren, wenn ein Artikel nicht voller Leidenschaft und Herz für den Leser, geschrieben wurde.

Menschen sehnen sich nach Inhalten, in denen sie das Feuer spüren! – Ein Feuer, das auch ihn ihnen schlummert und entfacht werden möchte.

In Worte nicht leicht zu erklären, doch überlege selbst, welche Artikel, Gedichte, Videos etc. dein Herz berühren und dein Feuer aufflackern lassen.

Ich kannte mein „WARUM“ bzw. mein Feuer nicht genau und so konnte ich es auch bei meinen Leserinnen nicht entfachen.

Was ich daraus gelernt habe

Wir können Leserinnen und Leser nur bewegen, wenn wir ein klares „Warum“ haben, das beim Lesen unserer Artikel zu spüren ist. Bevor es ans Bloggen und Veröffentlichen von Artikel geht, ist es essenziell, dein „WARUM“ zu kennen.

(Ansehen triggert mich auch noch heute! – Es wäre gelogen, würde ich es nicht stark finden, wenn Leser mich bewundern! – Doch heute ist es eine nette Begleiterscheinung. )

Ich verschwendete meine Zeit mit Unwesentlichem

Der Start eines eigenen Blog ist aufregend! Es gibt viele aufregende Dinge, die viel Spaß machen.

Farben aussuchen, die Seite gestalten, die Blogs von Kollegen kommentieren, in Facebook-Gruppen aktiv sein, Grafiken erstellen, bei Blog-Paraden mitmachen, Fotos machen, Skype-Termine mit Kollegen, Plug-In testen uvm.

Das Problem dabei ist, dass die wenigsten dieser Aktivitäten wirklich wichtig sind, wenn es darum geht, den eigenen Blog erfolgreicher zu machen.

Irgendwann nach unzähligen Stunden, in denen ich fremde Blogs kommentiert habe, in Facebook-Gruppen aktiv war usw., habe ich festgestellt, dass all diese Tätigkeiten völlig sinnlos sind und mich davon abhalten, worauf es wirklich ankommt:

+ Meinen Lesern bzw. meinem Zielpublikum echten Mehrwert zu bieten.

Wie sollen mich dabei hunderte Kommentare unterstützen, die ich auf fremden Blogs hinterlassen habe, auf denen meine Zielgruppe nie vorbeischauen würde?

Was ich daraus gelernt habe

Um als Blogger erfolgreich zu sein, muss ich lernen, zwischen sinnlosen und wichtigen Aufgaben zu unterscheiden. Kommuniziere dort, wo deine Zielgruppe ist und biete Mehrwert.

Ich machte alles wie die anderen

Es gibt Blogger, die zu meinen Vorbildern zählen. Damals machte ich das, was meine Vorbilder auch taten.

Ich checkte, wie sie ihren Autoresponder aufbauten, wie sie in den sozialen Netzwerken kommunizieren, welche Strategien sie verfolgen und welche Online-Tools sie nutzen.

Bei den ersten Schritten in der Blogger-Welt kann diese Orientierung hilfreich sein. Doch ich habe den Moment verpasst, an dem es sinnvoll gewesen wäre, meinen individuellen Stil zu finden.

Was ich daraus gelernt habe:

Seinen individuellen Stil zu finden und authentisch zu kommunizieren ist essenziell, um sich von der Masse abzuheben und Leserinnen zu bewegen.

Mir fehlte lange der Mut, mich wirklich zu zeigen

Oft war ich ein Klugscheißer, der in Artikeln über theoretische Strategien etc. geschrieben hat, anstatt die persönlichen Erfahrungen zu teilen, die meine Leser wirklich voran gebracht hätten.

Ich kann Menschen am besten unterstützen, wenn sie sich in meinen Erfahrungen wiederfinden und daraus Erkenntnisse gewinnen.

Es hat gedauert, bis ich den Mut hatte, diese Schutzmauer abzubauen und meinen Lesern Einblicke in mein Leben zu geben.

Was ich daraus gelernt habe

Den meisten Mehrwert kann ich bieten, wenn ich meinen Lesern auf Augenhöhe begegne und an meinen persönlichen Erfahrungen teilhaben lasse.

Lass deine Energie nicht verpuffen, baue Momentum auf!

Bevor es ans Bloggen geht ist es enorm wichtig, ein starkes Fundament zu legen.

Nur wenn dieses Fundament gebaut ist, kannst du durch deine zukünftige Arbeit, Momentum aufbauen und deinen Blog erfolgreich machen.

Ist dieses Fundament nicht vorhanden, verpufft deine Energie bzw. die Energie deiner Artikel usw. nach wenigen Stunden.

Zum Fundament für erfolgreiches Bloggen gehören:

  • eine klare Zielgruppe
  • ein klares und starkes „WARUM“, das in deinem Projekt zu spüren ist
  • eine Strategie, die es dir möglich macht, Leser zu Abonnenten zu machen

In weiterer Folge geht es darum, den Fokus auf das Wesentliche zu lenken! – Das generieren von Mehrwert für deine Leserinnen und Leser!

Die Inspiration zu diesem Artikel

Pro-150x150Inspiriert zu diesem Artikel wurde ich vom „BlogMomentum 2016“. Eine Online-Veranstaltung von Markus Cerenak, in der Blogger (Anfänger und Profis 🙂 ) Tipps und konkrete Aufgaben erhalten, um ihre Blogs auf die nächste Ebene zu heben.

Alles Liebe

uk

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14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ganz starker Artikel von dir, Robert! Sind genau die Punkte, in denen ich mich wieder finde.
    a) Zu weite Zielgruppe // keine klare Positionierung
    b) Ablenkungen durch die „unwichtigen“ Sachen („Das Logo muss doch perfekt sein?!“)
    c) Zu wenig Persönlichkeit.

    Unglaublich, welchen Unterschied dies ausmacht. Freu mich auf die nächsten Artikel, bis bald & lg,

    Niko

  2. Guter Artikel!
    Meine Zielgruppe habe ich auch noch nicht definiert…
    Und das über meine eigenen Erfahrungen schreiben fällt mir auch schwer. Mich zu öffnen für Menschen die ich nicht kenne. Da habe ich noch Hemmungen.
    MfG Shi

    1. Hey Shi,

      danke für deine Ehrlichkeit.
      Diese Hemmungen fallen zu lassen bzw. sich zu öffnen war bei mir ein Prozess und ich denke, das ist er bei jedem.
      Wie fühlt es sich für dich an, die Schritt für Schritt zu öffnen, bis du einen authentischen und passenden „Weg“ gefunden hast?

      Ein Schritt nach dem anderen. 🙂

      Alles Liebe
      Robert

  3. Super Artikel, danke dafür. Ich arbeite Schritt für Schritt an dem Design meines Blogs 😛 Veröffentlicht hab ich noch nix…-,- Erkenne mich also wieder und trau mich nicht so recht.
    Mit wievielten Artikeln bist du online gegangen, als du gestartet hast?

    Grüße

    1. Hallo Valerie,

      ich bin damals mit 2 Artikel am Tag der Veröffentlichung gestartet und habe in der ersten Woche täglich je einen Artikel veröffentlicht.
      Das waren eine Menge.

      So viele müssen es nicht sein! – Ich rate immer zumindest mit 3 Artikel zu starten.

      Wichtig ist zu beginnen 🙂

      Alles Liebe
      Robert

  4. Hi Robert.

    Klasse Artikel. Ich finde mich darin selbst wieder. Ich bin froh im Mai den Schritt gemacht zu haben mich vom alten Blog zu lösen und ein neues Konzept auf die Beine zu stellen. Dabei habe ich mich auf das konzentriert was mir am wichtigsten ist.
    Nun fühle ich mich wohl mit meinem neuen Blog und kann endlich zu arbeiten. Ob ich auf dem richtigen Weg bin wird sich zeigen.

    Herzlichen Gruss
    Markus

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